Innovative Fernsteuerung bei River View Coal in Kentucky
Übersicht
Die in US-amerikanischem Besitz befindliche River View Coal Mine von Alliance Resource Partners in Uniontown, Kentucky, ist das größte Bergwerk seiner Art im Land. Der untertätige Continuous-Mining-Verbund ist seit 2009 in Betrieb und nutzt 18 Continuous Miner in einer Room-and-Pillar-Konfiguration.
Am Standort befindet sich eine Aufbereitungsanlage mit einer Durchsatzkapazität von 2.721 Tonnen Rohkohle pro Stunde, bei der kohlehaltige Abfallprodukte anfallen. Dieses Material liegt als grobklassige Berge und als Feinkohleschlamm vor. Teile der Grobberge werden zum Bau eines Erddamms verwendet, der den Feinkohleschlamm aufnimmt. Die übrigen Grobberge werden zur Deponiestelle transportiert, abgeladen und anschließend mit Planierraupen verteilt.
Mark Henshaw, Ingenieur bei River View Coal, sagte, dass der Prozess am Standort kein Problem darstelle. Die Mine Safety and Health Administration (MSHA) ordnete jedoch an, eine Lösung zu finden, bei der der Bediener nicht in der Planierraupe sitzen muss, wenn die Grobberge in den Bergeteich geschoben werden. Obwohl mehrere Optionen zur Verfügung standen, entschied sich das Management von River View Coal dafür, seine Planierraupen mit Fernsteuerungstechnologie auszurüsten.
Der Kunde hatte zwei Planierraupen im Einsatz, eine Caterpillar D6T und eine Caterpillar D8R. Andere Anbieter von Fernsteuerungstechnologie hatten behauptet, eine Anpassung des Systems an die ältere Planierraupe D8R sei praktisch unmöglich – wir waren jedoch ganz anderer Ansicht. Also erhielten wir im April 2015 den Auftrag.
Lösung
Wir sind in der Branche dafür bekannt, dass wir unsere Technologie an jede Maschine anpassen können, und wollten uns daher der Herausforderung stellen, unser AutoNav Remote Dozer System (ATX2200) auf den Planierraupen nachzurüsten. Eine Herausforderung, die unser Custom-Team erfolgreich bewältigt hat. Das spezialisierte Projektteam verfügt über die Ressourcen und die Expertise, um Lösungen für Probleme zu finden und bestehende Systeme anzupassen.
Während die Implementierung des Ferngesteuerungssystems auf der Planierraupe D6T eine Standardinstallation war, musste bei der D8R eine große Menge an Hardware nachgerüstet werden, um alle Funktionen aus der Ferne zu ermöglichen. Unser Spezialist Thomas Laverty bezeichnete die Installation an der D8R als äußerst anspruchsvolle Aufgabe; das hielt ihn und das Team jedoch nicht davon ab, sie entschlossen anzugehen.
„Es war eine enorme Aufgabe, da die D8R etwa 15 Jahre alt war und komplett mechanisch gesteuert wurde, während die meisten neuen Modelle, mit denen wir heute zu tun haben, inzwischen elektrisch gesteuert werden.“
Der Prozess erforderte einen kooperativen Ansatz: Unser Custom-Team arbeitete eng mit dem Entwicklungsteam, einem Hydraulikspezialisten sowie einem Zerspanungsmechaniker zusammen, um einige Komponenten in Handarbeit anzufertigen. Wie bei jeder Installation war es dabei entscheidend, dass wir weder die Mechanik noch die Funktionalität der Maschine veränderten.
„Es war wichtig, dass sich die Bedienung für den Bediener weiterhin mechanisch anfühlt“, so Laverty.
„Dazu mussten wir die Maschine zunächst auf elektrische Steuerung umstellen, anschließend auf hydraulische – und in einigen Fällen wieder zurück auf mechanische.“
Dieses Projekt war nicht nur für uns eine Premiere, sondern höchstwahrscheinlich überhaupt die erste D8R, die je für den Fernbetrieb ausgerüstet wurde.
„Da wir erstmals eine D8R für den Fernbetrieb ausgerüstet haben, gab es keine Erfahrungswerte, an denen wir uns hätten orientieren können – das war an sich schon eine Herausforderung.“
Darüber hinaus hatte das Team Schwierigkeiten, eine ähnliche Maschine in der Nähe zu finden, um das System zu testen.
„Schließlich konnten wir eine ähnliche Planierraupe rund 200 km entfernt ausfindig machen. Allerdings hatten wir insgesamt nur vier Stunden Zugriff darauf – in diesem kurzen Zeitfenster mussten wir unser Design erarbeiten.“
„Auch das Testen des Systems war schwierig, daher haben wir so viel wie irgend möglich auf dem Prüfstand getestet.“
Herr Laverty führte den Erfolg der Arbeit auf sein erfahrenes Team zurück. Schließlich erforderte die Maschine ein sehr ausgeprägtes mechanisches Verständnis.
"Wir haben das Glück, ein so erfahrenes Team zu haben. Dank dieses umfangreichen Erfahrungsschatzes konnten wir etwas realisieren, das andere Fernsteuerungsanbieter als praktisch unmöglich bezeichnet hatten."
Ergebnis
Das Custom-Team hat das Standard-Fernsteuerungssystem AutoNav für Planierraupen gezielt an die Anforderungen des Kunden angepasst. Mithilfe beider Systeme können die Bediener die Planierraupen per Sichtverbindung (Line-of-Sight) aus sicherer Entfernung von stabilem Untergrund aus fernsteuern und dabei grobe Aufbereitungsabfälle in den Bergeteich schieben.
Unsere Lösung eliminierte potenzielle Risiken, da die Bediener ihre Arbeit nun ausführen können, ohne selbst in der Planierraupe sitzen zu müssen. So vermeiden sie instabile Bereiche und erfüllen zugleich die neue MSHA-Vorschrift.
Wir haben äußerst positive Rückmeldungen zu unserer Arbeit bei River View Coal erhalten.
„Uns wurde gesagt, dass die 15 Jahre alte Maschine inzwischen die am häufigsten eingesetzte ist. Das hat uns sehr gefreut! Das ist definitiv ein Verdienst des Teams“, so Laverty.
Eine weitere unserer Stärken ist, dass wir jedes Projekt detailliert dokumentieren.
„So können wir das System bei Bedarf künftig auch für ähnliche Maschinen reproduzieren“, fügte er hinzu.
"Mein Gesamteindruck von RCT ist, dass es sich um ein sehr professionelles Unternehmen mit einem zuverlässigen Produkt handelt – ich bin sehr zufrieden. Die D8R ist eine ältere Maschine, und die Installation war deutlich aufwendiger – sie haben wirklich gute Arbeit bei der Inbetriebnahme geleistet, und innerhalb von ein paar Wochen lief das System. Wir sind sehr zufrieden: RCT ist sehr professionell, sehr zuverlässig und kosteneffizient."
Dieser Artikel wurde ursprünglich von RCT – Powered by Epiroc erstellt und veröffentlicht.
Epiroc hat RCT (Remote Control Technologies) im Jahr 2022 übernommen. Hier erfahren Sie mehr.
Das in diesem Artikel als AutoNav bezeichnete Produkt hieß früher ControlMaster.