Härtetest am Erzberg: Neue Brechbacken stellen ihre Lebensdauer unter Beweis
4. Mai 2026
Abteilung Mining and Rock Excavation Service Ersatzteile Österreich Deutschland Erfolgsgeschichte
Über die Jahre hat sich bei der VA Erzberg GmbH gezeigt, dass das bisherige Brechbackendesign einen erhöhten Verschleiß aufwies. Die Herausforderung: Trotz bewährter Prozesse waren die Brechbacken im Erzabbau anfällig für schnelle Abnutzung. Das bedeutete zusätzliche Wechselintervalle, Stillstandzeiten und steigende Beschaffungskosten.
Um herauszufinden, ob die neuen und weiterentwickelten Brechbacken hier spürbare Verbesserungen bringen könnten, wurde ein gemeinsamer Vergleichstest gestartet – direkt im Realbetrieb.
Am 11. September 2025 wurden zwei Epiroc SmartROC Imlochhammerbohrgeräte parallel mit unterschiedlichen Brechbackentypen bei der VA Erzberg GmbH ausgestattet.
Dabei erhielt das neuere Gerät, die Epiroc SmartROC D60 das alte Brechbackendesign (siehe Abbildung 1), und die ältere Epiroc SmartROC D65 das neue Design (siehe Abbildung 2).
Abbildung 1: Epiroc SmartROC D60, altes Brechbackendesign (OLD-3222328551)
Abbildung 1: Epiroc SmartROC D60, altes Brechbackendesign (OLD-3222328551)
Abbildung 2: Epiroc SmartROC D65, neues Brechbackendesign (NEW-3222358809)
Abbildung 2: Epiroc SmartROC D65, neues Brechbackendesign (NEW-3222358809)
Die Rahmenbedingungen für den weiteren Einsatz der beiden Geräte wurde bewusst identisch gewählt und der Realbetrieb ging einfach weiter. Sie haben unter gleichen Umgebungsbedingungen in vergleichbaren geologischen Verhältnissen weitergearbeitet.
Für die VA Erzberg GmbH war der Austausch unkompliziert. Ein wichtiger Punkt, denn im Design der neuen Brechbacken ist die einfache Montage ein Update-Element. Dies kann nun mit dem praxistauglichen Handling bestätigt werden.
Nach Zwischeninspektionen im Oktober und November 2025 sowie im Februar 2026 verlief der Test stabil und ohne Abweichungen. Die finalen Messdaten wurden am 3. März 2026 erhoben.
Nach 6 Monaten im Einsatz zeigt der Test der zwei Varianten von Brechbacken ein eindeutiges Ergebnis.
Nach 29.215 Bohrmetern und einer Laufzeit von 1.044 Motorstunden während des Testzeitraums zeigt das neue Brechbackendesign kaum Verschleißerscheinungen. Die Oberfläche der Backen sind weitgehend intakt, ohne kritische Materialabtragungen oder strukturelle Veränderungen (siehe Abbildung 3). Aus technischer Sicht besteht daher keine Einschränkung für den fortgesetzten Einsatz. Die Brechbacken können problemlos weiterlaufen.
Im direkten Vergleich dazu treten beim bisherigen Brechbackendesign bereits nach 25.061 Bohrmetern und 990 Motorstunden im Testzeitraum deutlich fortgeschrittene Abnutzungen auf. Die sichtbaren Materialverluste sind in der Oberflächenstruktur deutlich zu erkennen, ein Zeichen für das Erreichen der Verschleißgrenze (siehe Abbildung 3). Aufgrund dieses klaren Ergebnisses ist es empfehlenswert, die Brechbacken zeitnah auszutauschen, um eine konstante Leistung sicherzustellen und das Risiko von ungeplanten Stillständen zu vermeiden.
Abbildung 3: Gegenüberstellung altes (OLD-3222328551) und neues (NEW-3222358809) Brechbackendesign
Abbildung 3: Gegenüberstellung altes (OLD-3222328551) und neues (NEW-3222358809) Brechbackendesign
| Vergleichstest |
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|---|---|---|---|---|---|
Maschinen Modell |
Epiroc SmartROC D60 |
Epiroc SmartROC D65 |
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Brechbackenmodell |
Altes Design OLD-3222328551 |
Neues Design NEW-3222358809 |
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Teststart |
11. September 2025 |
11. September 2025 |
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Motorstunden gesamt |
3.130 |
15.271 |
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Bohrmeter gesamt |
61.099 |
446.019 |
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Finale Inspektion |
03. März 2026 |
03. März 2026 |
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Motorstunden gesamt |
4.120 |
16.315 |
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Bohrmeter gesamt |
86.160 |
475.234 |
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Testzeitraum Motorstunden |
990 |
1.044 |
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Testzeitraum Bohrmeter |
25.061 |
29.215 |
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Tabelle 1: Start- und Enddaten des Vergleichstests | |||||
"Bei den alten Backen hatten wir mit erhöhtem Verschleiß zu kämpfen. Und der Einbau und Ausbau bei den neuen Backen verlief wirklich unkompliziert."
Mit den aktuellen Ergebnissen zeigt sich, dass das neue Brechbackendesign in der Praxis einen deutlichen Vorteil bringt. Die gewonnenen Daten liefern den Beleg für den wirtschaftlichen Vorteil im Feld.
Ob am Erzberg oder in anderen anspruchsvollen Abbauumgebungen: Längere Lebensdauer bedeutet weniger Unterbrechungen, niedrigere Kosten und mehr Zuverlässigkeit im täglichen Betrieb. Und es zeigt sich: Fortschritt beginnt dort, wo Innovation unter realen Bedingungen standhält.