Epiroc Powerbit X in Garpenberg
2. Dezember 2025
Diamantbohrer übertreffen die Erwartungen bei Garpenberg-Versuchen
Mitten in Schweden, bei der kleinen Ortschaft Garpenberg, befindet sich ein weitläufiges Grubengebiet. Dies ist das älteste in Betrieb befindliche Grubengebiet in Schweden. Es reicht bis auf eine Tiefe von 1510 Metern hinab und wird von Boliden, einem langjährigen Partner von Epiroc, betrieben. Hier werden komplexe Erze mit Zink, Blei, Silber, Kupfer und Gold abgebaut.
Im Jahr 2014 wurde von Boliden ein Automatisierungsprojekt gestartet, um den Bergwerksbetrieb in Garpenberg zuverlässiger, umweltfreundlicher und kosteneffizienter zu machen.
Eine der Herausforderungen im Rahmen des Projekts war der Austausch von Bohrkronen – sowohl im Hinblick auf den Aspekt der Sicherheit der Bediener als auch auf die häufigen Bohrkronenwechsel, die sich auf die allgemeine Ausrüstungseffizienz auswirkten und ein Problem für die Implementierung der Automatisierungs- und Fernanwendungsfunktionen darstellten.
Die Reduzierung der Anzahl der Bohrkronenwechsel war von entscheidender Bedeutung, um die Bediener aus der Gefahrenzone zu holen, aber auch, um die Produktivität durch eine Verringerung der Unterbrechungen pro Bohrmeter zu steigern. Indem man die Bediener im Kontrollraum unterbringt, versetzt man sie zudem in die Lage, mehrere Bohrwagen gleichzeitig zu steuern und sie während Pausen auch weiterarbeiten zu lassen.
"Boliden verfolgt langfristig das Ziel, den Automatisierungsgrad zu steigern, sodass die Bediener eine größere Anzahl von Bohrwagen gleichzeitig bedienen können und die Maschinen auch während der Schichtwechsel in Betrieb bleiben können. Das Auswechseln von Bohrkronen ist zeitintensiv und birgt ein Sicherheitsrisiko für die Bediener. Daher wollten wir eine Bohrkrone finden, die es uns ermöglichen würde, mehr Bohrmeter als mit einer Standard-Bohrkrone zu bohren, und dass die Bediener längere Zeiträume im Kontrollraum bleiben. Letztendlich wollten wir auch unsere Produktion steigern."
"Epiroc und Boliden haben ein Kooperationsprojekt in Garpenberg gestartet, mit dem Ziel, die Nutzung der Automatisierungsfunktionen des Boomer zu optimieren. Ein weiteres Ziel des Projekts bestand darin, die Anwendung der Fernsteuerung vorzubereiten. Zu einem gewissen Zeitpunkt während des Projekts hatte man erkannt, dass die häufigen Bohrkronenwechsel in bestimmten Bereichen des Bergwerks nicht nur problematisch für die Produktionstätigkeit waren, sondern den Betrieb konkret angehalten haben. Für das Projekt wurde die Epiroc Powerbit X Bohrkrone ausgewählt mit dem Ziel, dass sie für die Arbeit an einer kompletten Wand ausreichen sollte. Anfänglich war eine gewisse Skepsis merkbar, dass sie wirklich so lange halten würde, aber wir haben daran geglaubt, dass die Diamantentechnologie die richtige Wahl für diese Herausforderung ist."
Die Tests wurden im Mai 2022 gestartet und fanden in den darauffolgenden vier Monaten statt. Während dieser Zeit hat Epiroc einen der Bohrwagen der Boliden-Flotte mit der Epiroc Powerbit X Bohrkrone versorgt. Zusätzlich zu den Bohrkronen hat Epiroc ebenfalls den kompatiblen Epiroc SR35 Bohrstrang einschließlich Stangen, Adaptern, Kupplungen und Räumern bereitgestellt, um die Systemleistung zu optimieren.
Während der Versuchsphase standen sowohl Anwendungsspezialisten von Epiroc als auch Ingenieure dem Projektteam des Kunden unterstützend zur Seite. Nachdem man sich mit den Gesteinsvoraussetzungen in Garpenberg auseinandergesetzt hatte, wurden Produktverbesserungen getestet, um die Bohrkronenleistung noch weiter zu verbessern.
"Die Versuche verliefen sehr gut und die Ergebnisse übertrafen unsere Erwartungen. Wir haben mehr Meter gebohrt, als wir gehofft hatten, und wir haben es fast geschafft, während einer Bedienerschicht ohne Bohrkronenwechsel auszukommen. Die Epiroc Powerbit X eröffnet uns echte Möglichkeiten, unseren Automatisierungspfad fortzusetzen, indem wir den Bediener aus dem Bohrbereich heraus und in den Kontrollraum holen."
"Wir haben einen Bereich gewählt, in dem besonders harte Bedingungen vorherrschen, um sowohl mit der Epiroc Powerbit X als auch mit einer Standard-Bohrkrone, die wir üblicherweise verwenden, zu bohren. Um den Test zu dokumentieren, haben wir oben am Bohrwagen eine GoPro-Kamera angebracht.
Das Gesamtergebnis war erfolgreich. Bei der Arbeit mit Powerbit X mussten wir während des gesamten Vorgangs an der Wand keinen Bohrkronenwechsel durchführen.
Das bedeutet, dass ich während der Schicht nicht aus der Kabine herauskommen musste, was meine Arbeit sicherer macht. Ein weiterer Vorteil ist, dass man einfach zwei Bohrkronen in einer Tasche mit zur Schicht nehmen kann, anstelle der Bit Baskets, die wir normalerweise haben, und das Nachschleifen entfiel komplett."
Das gemeinsame Projekt war für beide Unternehmen vorteilhaft, da die Epiroc Powerbit X nicht nur eine Wand gebohrt hat, sondern während der Versuchsphase mehrere Wände bohren konnte und somit alle Erwartungen übertroffen hat.
Die Tests haben Boliden geholfen, ein besseres Verständnis dafür zu erlangen, wie die Bohrkronenleistung die Implementierung von Automatisierungsfunktionen bei Vortriebsbohranwendungen unterstützen und beschleunigen kann. Epiroc hat gelernt, was nötig ist, um die PCD-Technologie als eine Lösung für anspruchsvolle Gesteinsbedingungen weiterzuentwickeln, sowie konnte die Automatisierungs- und Fernsteuerungsanforderungen des Kunden begleiten.
Die Unternehmen freuen sich darauf, gemeinsam an der Automatisierung des Bergwerks Garpenberg weiterzuarbeiten.
Die Kunden-Erfolgsgeschichte ist auch als Video verfügbar. Siehe unten.
Weitere Informationen erhalten Sie vom:
Jonas Falkeström
Strategic Business Development Manager bei Epiroc Rock Drilling Tools.
E-Mail :
jonas.falkestrom@
Sandra Almqvist
Project Manager – Brand Communication bei Epiroc Rock Drilling Tools
E-Mail: [email protected]