FlexiROC T30 R auf einer öffentlichen Straße

Schallgedämpftes Bohrgerät als Lösung für sensibles Problem

23. Mai 2019

Vom Krankenhaus St. Göran in Stockholm wird ein Projekt durchgeführt, das umfangreiche Sprengarbeiten erfordert. Die Bewegung von Gestein in der Nähe eines Krankenhauses, in dem sich empfindliche Geräte, Patienten und Mitarbeiter befinden, erfordert eine sorgfältige Planung – und ein Bohrgerät mit reduziertem Geräuschpegel.

Seit Beginn der Gesteinsbohrarbeiten durch Skanska Anfang Februar 2017 wurden bis Mitte März 2017 etwa 100 Sprengungen vorgenommen. Bevor die Sprengarbeiten im Frühjahr 2018 abgeschlossen waren, wurden etwa 200 Sprengungen durchgeführt. Dies entspricht etwa 10.000 m3 Gesteinsmasse.
Bei diesem streng kontrollierten Bauprojekt gab es feste Sprengzeiten. Für jede Sprengung standen mindestens zehn Sicherheitskräfte für zusätzliche Sicherheit bereit. Rund um das Krankenhaus wurden zur Überwachung der Sprengungen etwa 30 Schwingungsmessgeräte aufgestellt.

Die Sprengarbeiten waren für den Bau neuer Durchlässe, Fundamente für zwei neue Krankenhausgebäude und eine neue Krankenwageneinfahrt notwendig. Die Renovierungsarbeiten umfassten auch bestehende Krankenhausgebäude, wie zum Beispiel der Umbau des Verwaltungsgebäudes, eine neue Röntgenabteilung, neue Operationssäle sowie Gästebereich und Entbindungsstation.

"Wenn wir kein schallgedämpftes Bohrgerät gehabt hätten, hätten wir die Arbeiten nicht ausführen können. Dies war eine Bedingung, die Locum und das Krankenhaus von Anfang an auferlegten. Vor Beginn des Projekts haben wir eine Epiroc FlexiROC T30 R gekauft, eine mittelgroße Bohranlage, die speziell für dieses Projekt konzipiert wurde und sich für Arbeiten in engen städtischen Umgebungen eignet."

Carita Broberg, Projektmanager, Felsen, bei Skanska Roads & Construction

Rücksichtnahme als Voraussetzung

Während der Bauarbeiten konnten die Krankenhausaktivitäten weitgehend wie gewohnt fortgesetzt werden. Die größte Herausforderung für das Projekt war die sensible Umgebung. Patienten, Mitarbeitern und empfindlichen Geräten musste große Beachtung geschenkt werden. Zur technischen Ausstattung gehören unter anderen Röntgengeräte, die Schaltanlagen des Krankenhauses und Computertomographiesysteme.

Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, waren eine umfangreiche Planung und Risikoanalyse erforderlich. Aufgrund der sensiblen Umgebung und des Platzmangels wurde das Abtragen des Gesteins zum Teil mit Stahlscheren oder Spaltern (Rissbildung) durchgeführt. Diese waren manchmal die einzigen Alternativen, um Vibrationen so gering wie möglich zu halten.

"Bei der Planung konzentrierten wir uns auf die Frage, wie wir die Arbeiten sicher, mit größtmöglicher Rücksicht auf die Umgebung und mit minimalen Störungen durchführen können", berichtete Robin Andersson, Sprengmeister bei Skanska für das Projekt St. Görans Krankenhaus.

"Sie wussten nicht, dass wir bereits gebohrt hatten"

Neben der detaillierten Planung spielten auch die schallgedämpften Bohrgeräte eine entscheidende Rolle bei der Erfüllung der hohen Anforderungen. Der positive Effekt durch den reduzierten Geräuschpegel des Bohrgeräts wurde unmittelbar nach Beginn der Bohrarbeiten deutlich. "Das Bohrgerät war so leise, dass Mitarbeiter des Krankenhauses nicht bemerkten, dass wir bereits mit den Bohrungen begonnen hatten."

Gustav Andersson, Bediener eines Bohrgeräts, sieht eine Reihe weiterer Vorteile durch den Einsatz von schallgedämpften Bohrgeräten, von denen die meisten die Umwelt betreffen.

"Die positivste Auswirkung ist die auf Ihre Gesundheit, bedingt durch den reduzierten Geräuschpegel. Ich kann mit meinen Kollegen sprechen, während das Bohrgerät in Betrieb ist", sagt Gustav Andersson. Er ist auch der Meinung, dass die Arbeitsumgebung durch den montierten Schalldämpfer sauberer ist und weniger Altöl und Auswirkungen durch Bohrklein entstehen.

Bediener vor einem Bohrgerät

Großartige Vorteile

Es gibt viele Vorteile, aber Carita Bloberg sieht auch gewisse Herausforderungen für den Bediener.
"Der Schalldämpfer beansprucht Platz, was das Bohren in der Nähe von Wänden oder Pfahlkonstruktionen erschweren kann. Es kann auch schwierig sein, das Geschehen am Bohrer zu erkennen, da der Bediener die Anbohrstelle nicht genau einsehen kann."

Carita Broberg weist darauf hin, dass ein schallgedämpftes Bohrgerät bei einem solchen Projekt viele Vorteile mit sich bringt, die sonst nicht möglich gewesen wären. Wenn Skanska mehr schallgedämpfte Bohrgeräte hätte, würden auch Einsatzmöglichkeiten für sie gefunden. "Es wird viel darüber gesprochen, in der Zukunft in ein neues Bohrgerät zu investieren", sagte sie.

Fakten zum Projekt


Das St. Görans Krankenhaus wurde erweitert und modernisiert, um den Gesundheitsbedürfnissen der wachsenden Stockholmer Bevölkerung gerecht zu werden. Locum AB, der Grundstücksverwalter für Stockholms Regionalrat, hat mit Skanska einen Kooperationsvertrag über den Bau von zwei neuen Behandlungsgebäuden und die Renovierung von bestehenden Gebäuden abgeschlossen.


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